Allgemeines
Das togoische Bildungssystem lehnt sich an das französische an. Die Kindergartenzeit gehört dazu und ist für viele Kinder der Einstieg in die französische Verkehrssprache. So wie in Frankreich ist die Kindergartenpädagogik als Vorbereitung auf die Grundschule ähnlich konzipiert. Sie vermittelt aber auch lebenspraktische Kenntnisse.
Grundschulen gibt es in vielen Dörfern Togos, Mittelschulen (CEG) in größeren Dörfern, Gymnasien nur in Städten.
Zu den Anfangs- und Schließzeiten der Schulen, auch zu Mittag, finden "Völkerwanderungen" auf Togos Straßen statt.
Schülerinnen und Schüler jeden Alters tragen eine Schuluniform, die von den Eltern gestellt werden muss.
Vielen Eltern fällt es schwer das Geld dafür und für die Schulmaterialien aufzubringen. Auch wenn seit 2006 Schulgeldfreiheit herrscht, verlangen die Schulen sog. Parallelgebühren um davon Lehrmaterialien und Hilfslehrer zu bezahlen. Schulgeld- und Hilfslehrerfonds helfen diese Hürde für beide Seiten zu überwinden.
Aus unterschiedlichen Gründen verlieren Jugendliche den Kontakt zur Schule und auch zum Elternhaus. Diese Straßenkinder verfallen oft dem Drogenkonsum. Im Raum Kara nimmt sich die Gruppe 2AESA dieser Jugendlichen an. Seit 2024 erhalten ein Krankenpfleger, ein Psychologe und ein Soziologe vom Verein Geld um mittels Nahrungs- und Unterkunftsangeboten Kontakt zu den Jugendlichen zu finden. (s. ATOP-Zeitungsartikel 2024) Das Ziel ist die Wiedereingliederung in Schule oder Asubidlung, bestensfalls auch in die Ursprungsfamilie zurück.
