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Schule

TOGO-FREUNDE HANNOVER e.V. finanziert Schulbauten und deren Ausstattung, unterstützt Hilfslehrer, ermöglicht die Beschaffung von togoischen Schulbüchern oder sichert den Schulbesuch von Kindern aus finanzschwachen Familien in Sodo durch Schulgeldfonds seit 2006, der auch die Kosten für die schulische Ausstattung der Kinder sowie den Stoff für die Schuluniform übernimmt.

Das togoische Schulsystem

Das togoische Bildungssystem orientiert sich an dem Aufbau der französischen Bildung. Nach sechs Grundschuljahren (scolaire élémentaire), die einer Schulpflicht unterliegen, folgt das CEG (collège d'enseignement général) mit vier Schuljahren, an dessen Ende das BECP (brevet élémentaire primaire dégrée) bestanden werden muss. Nach jeder Klassenstufe wird durch einen Test die Qualifikation für die nächste Stufe geprüft. Eine Klassenwiederholung ist beliebig oft möglich. Immer mehr Jugendliche besuchen ein Gymnasium (lycée) und machen nach zwei Jahren das BAC I (baccalaureat), nach einem weiteren Jahr das BAC II.

Bezeichnung der Schuljahre:
Grundschule: course primaire CP 1 und 2 - course élémentaire CE 1 und 2 - course moyenne CM 1 und 2 - CEPD
CEG: sixième - cinqième - quatrième - troisième - BEPC
Lysée: seconde - primière - BAC I - terminale - BAC II

Seit 2009 herrscht Schulgeldfreiheit an den staatlichen Grundschulen.  Für die Familien bleibt die Finanzierung der Schuluniform, der Bücher und Hefte sowie ggf. der Verlust an Arbeitskraft. 89% der Kinder werden eingeschult (UN 2009), die durchschnittliche Schulzeit beträgt 5,3 von den möglichen 10 Jahren. Die Nichteinhaltung der Schulpflicht wird nicht verfolgt. Von Jahr zu Jahr nimmt die Klassenstärke ab. Im Durchschnitt unterrichtet eine Lehrkraft 38 Schülerinnen und Schüler.

Insbesondere das CEG erfreut sich steigender Beliebtheit. Da die Höhe des Schulgeldaufkommens die finanzielle Bewegungsfreiheit der Schule bestimmt, werden oft sehr viel mehr Schüler und Schülerinnen aufgenommen, als es dem pädagogischen Ziel gut tut. 80 Jugendliche pro Klasse sind keine Seltenheit.

DIe Bereitstellung eines Gebäudes ist Sache der Gemeinde. So gibt es noch zahlreiche strohbedeckte Schulhütten (Apatam), insbesondere auf dem Land. Diese sind dem Wetter ungeschützt ausgesetzt.

Die Ausstattung der Schulen mit Lehrkräften und Lehrmaterial ist sehr unterschiedlich und abhängig vom Einkommen der Elternschaft. In den dem Verein bekannten Grundschulen unterrichtet je Klassenzug eine examinierte Lehrkraft (oft die Eingangsstufe) und wird von angelernten Hilfslehrkräften unterstützt. Deren Anzahl kommt nicht immer der Zahl der Klassen gleich. In Ermangelung geeigneten Lehrmaterials werden die Lehrer zu wahren Mal-Künstlern.

Grundschulen in privater Trägerschaft nehmen weiterhin Schulgeld und können damit die Anzahl der Hilfslehrer erhöhen und Schulbücher stellen.